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Sag nicht alles, was du weißt, aber wisse immer, was du sagst.
-(Matthias Claudius, dt. Dichter, 1740-1815)






Investition in Ihre Zukunft – Gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.
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Zeitzeugen

Auch heute gibt es rund um und in Pintsch noch viele Kleinigkeiten zu entdecken, die ihre eigenen Geschichten erzählen:

Kommt man beispielsweise mit dem Zug in Fürstenwalde an oder möchte von der Stadtmitte zu Fuß oder mit dem Rad in Richtung Fürstenwalde Nord, werden viele einfach die Eisenbahnunterführung benutzen. Diese entstand auf Initiative/Nachfragen bei der Stadt hin, ob es eine Möglichkeit gäbe, den Arbeitern den Weg zur Fabrik zuvereinfachen, ohne das Wartezeiten wegen geschlossener Bahnschranken anfielen. Der Tunnel selbst wird im Volksmund Pintsch zugeschriben, aber es war wohl die Stadt, die den Bau umsetzte. Auf Grund des wirtschaftlichen Interesses an diesem Verkehrsweg für Fußgänger kann man jedoch davon ausgehen, das die FirmaPintsch den Bau mit getragen, bzw, unterstützt hat.

 

 

Am ehemaligen Firmensitz angekommen, fällt die Jahreszahl der Firmengründung recht deutlich ins Auge, wenn man die gesamte Fassade mit den Augen „abschwenkt“.

 

 

 

Weiter zum Firmengelände von RMG Gaselan und dem ehemaligen Bereich der Produktionsstätten zu Pintsch-Zeiten, findet man im Vorraum einige modernere Zeitzeugen in Vitrinen, wie dieses Tastventil RMG911a. In der großen Halle auf dem Firmensitz RMG, wurden zu Gaselanzeiten schon unzählige Regelanlagen für das Inland und auch den Export gebaut. Hier einige alte Fotos.

Regelstrecke Regelstrecke GSDK – Gasdruckregler
(Klicken Sie auf die Bilder, um diese zu vergrößern.)

 

Hinter dem RMG Anlagen und der wohl ältesten existierenden Werkhalle, erhebt sich der Wassergasbehälter und bietet Fotografen schöne Impressionen vergangener Tage.

Aber wenn wir schon an der ältesten Werkhalle des Geländes vorbeikommen, lohnt sich eine kurze Frage nach der Vegangenheit. Und tatsächlich sind auch hier Spuren von Pintsch zu finden gewesen. Ein Privatarchiv eröffnete uns einen Einblick in eine ganz beondere Epoche, nämlich dem Glühlampenbau.

Zu Tage kam eine originale Glühlampe (220 Volt / 25 W), voll funktionsfähig, mit originalem Aufdruck! (Hier die Bilder davon.)

Vorbei an der Discothek Julius (die Namensgebung scheint nicht zufällig) erreicht man dann auch die alte Glühlampenfabrik (siehe 1893 & heute), bzw. den späteren Gaszählerbau. Es gab wohl keinen Gashaushalt, der zwischen 1960 und 1990 mit einem Zähler der Fürstenwalder Werke ausgestattet war.

Es mag ein wenig zum Schmunzeln anregeln, aber selbst inden Aussenbereichen war Ordnung angesagt und jeder Bereich hatte sein „eigenes Revier“ sauber zu halten. Davon zeugt dieses kleine Schild.

 

Innerhalb des Gebaudes scheint die Zeit stehengeblieben – es gibt noch Stempelkartenhalter an der Wand mit scheinbar einigen Angestellten, die immer noch bei der Arbeit sind. Nein, dieses System ist natürlich nicht mehr in Betrieb, es ist ein Überbleibsel vergangener Tage.

 

 

 

 

Auch weiter drinnen erwarten den Unwissenden weitere Zeitzeugen. So z.B. eine (die letzte) originale Arbeitsmaschine aus Pintschzeiten, eine Presse, die heute noch klaglos ihren Dienst verrichten kann.

 

(Bitte beachten – Firmengelände – nicht öffentlich für Besucher.)

 

 

Den virtuellen Rundgang setzen wir am besten direkt zwischen den alten Werkhallen fort. Dann kommt man z.B. an einem Punkt vorbei, an welchem die Aussicht auf die alte Stromversorgung des Pintschwerkes möglich ist. Highlight ist dabei der kleine Aufbau auf dem Haus, auf welchen zu aktiven Zeiten ein Leuchtfeuer, wenn auch nur zu werbetechnischen Zwecken, stand.

Denn Pintsch hatte sich mit dem Gaslaternenbau einen weltweiten Ruf geschaffen und lieferte Gasdrucklampen für unbemannte Leuchtbojen im Seebereich, welche monatelang ohne menschliches Zutun den Seefahren den Weg weisen konnten. Viele Leuchttürme funktionier(t)en mit Technik aus Fürstenwalde.

 

Beispielsweise der kleine Leuchtturm der Insel Hiddensee. Ein größeres Exemplar wurde nach Einstellung des Betriebes nach Fürstenwalde zurückgeholt und ist heute vor dem Museum in der Stadtmitte zu finden.

 

 

 

 

Auf dem Weg zurück kommt man an vielene weitern Fabrikhallen vorbei, die heute der Ausbildung von Jugendlichen dienen. Hier hat die Berufliche Schule des FAW heute ihren Sitz und ihre Lehr- und Ausbildungsräume.

 

 

 

 

Nicht weit entfernt davon sind noch weitere Hallen zu finden. Dies sind die ältesten Hallen im gesamten Pintschgelände. Auch sie haben viel zu erzählen. Von einer einfachen Schlosserei über Dieselgeneratorbau bis hin zur Torpedofertigung in Kriegszeiten, wurden diese Hallen vielfältig genutzt. Der Grund ist einfach und auch auf dem Bild ersichtlich – die Form der Hallendäche ist nicht zufällig als Flachdach konzipiert. Nein, es steht alle vielmehr in einem gesamten Lichtkonzept. Denn die abfallende flache Seite ist genau Richtung Süden ausgerichtet, welches es erlaubt, in die hohe Seite Fenster zu integrieren.

Dadurch herrschen in den Hallen noch heute gleichmäßige Lichtverhältnisse. Tageslicht ohne direkte Sonneneinstrahlung machen die Hallen für eine lange Dauer am Tag ohne zusätzliche Beleuchtung nutzbar.

Der Straße folgend erreicht man dann wieder die Hauptstraße (Trebuser Straße), an welcher auch der Hauptsitz der Firma Pintsch liegt. Diese Straße führt zurück Richtung Tunnel, bzw Bahnhof.

Aktuell ist dieser virtuelle Rundgang als Vorabinformation gedacht, denn zum 140-jährigen Jubiläum wird es sicher noch so einiges rund um und in Pintsch geben. Wir werden dazu informieren und darüber berichten.

Siehe dazu auch den Vergleich 1893 & heute .