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Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.
- (Keilschrifttext aus Ur um 2000 v. Chr.)






Investition in Ihre Zukunft – Gefördert durch das Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Brandenburg.
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Julius Pintsch

 

Die „Pintsch’en Spuren“  ziehen ihre Fäden zwischen 1815 und 1919 durch die Zeit. Damit ist klar, es waren 2 Generationen Pintsch an der Industriealisierung der Stadt Fürstenwalde im Bereich Gastechnik & Beleuchtung beteiligt.

Der Firmengründer:

Carl Friedrich Julius Pintsch (1815-1884)

Die Familie Pintsch, die ihren Namen aus dem Wendischen herleitet, kann urkundlich ihre Vorfahren bis in die Mit­te des 17. Jahrhunderts nachweisen. Julius Pintsch erblickte als fünftes Kind der Familie des Gemüsehändlers Johann Christian Pintsch am 6. Januar 1815 in der Berliner Fischerstra6e 32, also im Mittelpunkt der damaligen preußischen Königsresidenz, das Licht der Welt.

Den Vater, der aus Lübbenau im Spree­wald stammte, zog es damals nach Ber­lin in der Hoffnung, für sein Gemüse in der Stadt einen guten Absatz zu finden und zugleich wollte er seinen zahlrei­chen Kindern eine bessere Ausbildung und Aufstiegschancen geben.

Die Eltern Iießen ihrem Sohn eine sorg­faltige Erziehung zuteil werden. Er besuchte zunächst die Volks-, dann die Gewerbeschule und schließlich das Gymnasium zum Grauen Kloster.

Julius Pintsch trat nach erfolgreichem Schulbesuch mit 14 Jahren beim Klempnermeister Graßmann, Scharrn­straße 21, seine Lehre an. Am 25. April 1833 legte er die Gesellenprüfung als Klempner ab begann wie zu dieser Zeit üblich die ,,Wanderschaft”. Bei seinem Aufenthalt in Dresden lernte er auch seine zukünftige Lebensgefährtin, Amalie Lenk, die Tochter eines Kantors und Organisten, kennen.

Zurück in Berlin trat er 1838 in die Lampenfabrik Koeppen & Wenke als Geselle ein. Im gleichen Jahr fand auch die Trauung mit Amalie Lenk in der Petrikirche in Berlin statt. Aus dieser Ehe gingen 9 Kinder hervor, 2 verstar­ben als Kleinkinder.

Die Söhne Rich­ard Julius Pintsch (1840- 1919), Oskar Ernst Julius Pintsch (1844- 1912), Julius Karl Pintsch (1847-1912) und Albert Julius Eduard Pintsch (1858-1920) traten in die Fußstapfen des Vaters und absolvierten dank ihrer soli­den Ausbildung eine erfolgreiche Kar­riere als Erfinder und Fabrikanten.

 

Der bekannteste der Söhne war (Geheimer Kommerzienrat Dr. Ing. e.h. Ehrenbürger der Stadt Fürstenwalde) Richard Julius Pintsch (1840-1919), auf den auch die Entwicklungen im Beleuchtungsbereich zurück gehen.

 

*Informationen und Texte entstammen aus der Broschüre „125 Jahre Industriestandort Fürstenwalde Spree (1872-1997)“

Textbearbeitung: Florian Wilke, Dr. Karl-Heinz Nordhorst, Peter Schiemann, Siegfried Rolle

Redaktion: Klaus Rattemeyer

(Beachten Sie dazu auch bitte die Zeittafel der Industriegeschichte, welche der selben Broschüre entnommen wurde.)